Impressionen von einer Russlandreise  

Vieles ist über Russland unbekannt. Das Land ist einfach zu gross und ihre Geschichte zu komplex. Diese kleine Bildreportage von der Reise soll Ihr Neugier wecken und ein fernes Land auch musikalisch näher bringen. Zur Einleitung: ein bekanntes Lied gesungen von einem Amateur Chor und ein Glockenspiel eines Künstlers, hoch im Turm der Dreifaltigkeitskirche  in Kaluga   

das alte und das aufstrebende Russland 

Die erste Etappe unserer Reise durch Russland ist Kaluga, eine aufstrebende Provinzstadt südlich von Moskau. 1812 scheiterte Napoleon, unweit von hier, auf seinem Rückzug von Moskau und dem Marsch nach Tula. Heute bauen hier die Franzosen die Autos - gemeinsam mit den Russen. Die Arbeitslosigkeit in Kaluga ist fast auf Null. Kaluga macht sich schön und pflegt teilweise ein sehr progressives Stadtbild. Dann aber - ein paar Seitenstrassen - schmeckt es noch ganz nach Sozialismus. Jeder macht hier die Werbung: die Stadtherren für einen guten wirtschaftlichen Standort (auch mit der Segnung von Putin), die Geschäfte mit grossen kyrillischen Buchstaben für die immer teuer werdenden Produkte. Und die Kirche meldet sich regelmäßig, 2 x am Tag mit Glockenspielen. Dann wir gesungen und Tee getrunken Es gibt Platz auch für die grossen Träume in Kaluga. Schliesslich ist die Stadt die Wiege der russischen Kosmonautik. Unser Hotel liegt an der Gagarin Strasse. Auch manche Kaffeehäuser zitieren den grossen Juri. Und ein Kosmonauten-Museum liess man sich hier erbauen.

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Moskau 

 

Die tausendjährige Leidensgeschichte des russischen Volkes hat im orthodoxen Glauben einen unerschöpflichen therapeutischen Repositorium gefunden. Wo sonst wenn nicht in der Religion und Mystizismus konnte man auf die Schicksalsfragen (wie lange müssen die Bauern als Leibeigenen leben?) durch die Geschichte beantworten. Alexander I träumte im Sommer vor Napoleons Krieges, dass er ihn besiegt. Auch deswegen wollte er nicht kapitulieren und liess ihn im verbrannten Moskau vergebens auf die Verhandlungen warten. In den russischen Städten sind die Kirchen sehr präsent. Am stärksten aber wird man durch die Klöster der omnipräsenten Religion bewusst. In der endlosen russischen Landschaft tauchen sie immer auf. Wir besichtigten zwei davon das Frauenkloster Shamardino und das Kloster Optina Pustina. Das Kloster kennen wir aus der ersten Seiten von Bruder Karamasow.         

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Fotoreportage 

 

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