Farben, Formen, Freude. Budapest 

1902 wurde im ungarischen Parlament eine hitzige Debatte geführt. Für einmal ging es nicht um Politik, sondern um die Baukunst. Das neogotische Parlament wurde 1896 festlich eingeweiht. Man wollte hier das Millennium der Nation und die neu gewonnene Unabhängigkeit in Stein verewigen. Der neogotische Stil des Parlaments war die passende Sprache für das politische Establishment, das kein Ohr für neue künstlerische Interpretationen hatte. Ein junger Architekt,  Ödön Lechner und der Kreis "der Jungen" waren anderer Meinung. Das paraphrasieren des englischen Parlamentes sei der falsche Weg. In der Betonung und des Zusammenspiels des regionalen Handwerkes suchte man nach neuen Formen und einer Ästhetik, die Budapest ein modernes Gesicht verleihen konnten.  

Die vielen Stränge, die um 1900 zu einem aufkeimenden Nationalstolz in Ungarn geführt haben, die Umbrüche der Industrialisierung und dem damit verbundenen Wachstum der Stadt sowie Zweifel an den bestehenden Herrschaftssystemen machten diese Zeit zu einer unvergleichlich spannenden Zeit der Neuerungen.  

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Urania_ein Detal
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Franz_Liszt_Akademie
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Budapest_Parlament_Treppenhaus
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Kuppel im Foyer des Secheny Hallenbad
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Budapest_Puszta
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Weitere Programmpunkte unserer Reise. Für gute Bildgrösse, das jew. Bild anklicken

  • Franz Liszt Akademie mit einem privaten Piano Konzert. Die Musikakademie wurde am 14. November 1875 vom Pianisten und Komponisten Franz Liszt (Ferenc Liszt) als Königlich-Ungarische Musikakademie gegründet. Der grosse Konzertsaal ist prunkvoll und wirkt wie ein Tempel der Kunst. Das war der eigentliche Auftrag. Die Akademie ist in einem von Flóris Korb und Kálman Giergl entworfenen Gebäude aus dem Jahr 1907 untergebracht, das als Meisterwerk der Secession in Ungarn gilt. 

  • Das Parlament mit seinem 3,5 Kilometer langen roten Teppichen und der Ungarischen Krone. Die Führung durch das Parlament war auch wegen einiger pikanten Kommentare über der Regierung spannend und unterhaltsam. Das Parlament Besuch diente uns den historischen Kontext in dem den revolutionären Baustil Ödön Lehner besser zu verstehen.

  • Matthias Kirche.  die erste Kirche auf dem Schlossberg. Sie ist als Teil des UNESCO-Welterbes eingetragen. Hier fanden die Krönungszeremonien von Karl I. Robert (1309), Franz Joseph I. (1867) und Karl IV. (1916) statt. Sie ist deshalb auch unter dem Namen „Krönungskirche“ bekannt. 

  • Parisi Jugendstil Kaffeehaus. Wir haben uns hier natürlich eine süsse Pause angelegt  

  • Das Széchenyi-Heilbad. Die Anlage steht im Stadtwäldchen. Durch seine Ausmaße ist das Bad das größte seiner Art in Europa. Es wurde nach dem Staatsmann Graf István Széchenyi benannt und im 1881 eröffnet

  • Das Urania Kinohaus. In Originalzustand erhaltenes Theater (1899), das seit 1900 progressive Filme zeigt. Während unseres Besuches stand ein Film über Andrea Palladio auf dem Programm

  • Wir haben auch einen Abstecher in die Puszta gemacht und einen Gestüt besichtigt. Sehr farbig und überraschend authentisch. Gulas Suppe hervorragend