Hier finden Sie unsere Kunst- und Kulturreisen im Jahr 2021. Diese sorgfältig vorbereiteten Reisen mit Begleitung finden in kleinen Gruppen statt. Wenn Sie sich für unsere Reiseprogramme interessieren und heute schon einen Platz sichern wollen, so haben Sie jeweils die Möglichkeit zu einer unverbindlichen Reservation.
Falls Sie das detaillierte Programm einsehen möchten, schreiben Sie uns bitte an:
info@reisezurkunst.ch oder besuchen Sie uns persönlich in der Galerie Lilian André, Gartengasse 12, 4125 Riehen. Vereinbaren Sie Ihren persönlichen Beratungstermin bitte telefonisch unter 078 941 76 86.
Wir freuen uns auf Ihre Interesse!
Hier finden Sie unsere Kunst- und Kulturreisen im Jahr 2021. Diese sorgfältig vorbereiteten Reisen mit Begleitung finden in kleinen Gruppen statt. Wenn Sie sich für unsere Reiseprogramme interessieren und heute schon einen Platz sichern wollen, so haben Sie jeweils die Möglichkeit zu einer unverbindlichen Reservation.
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Usbekistan - Faszination Seidenstrasse und Kunstbiennale Buchara
13-tägige Kulturreise durch Taschkent, das Ferghanatal, Samarkand,
Buchara und Chiwa | 5. – 17. November 2027
Über Jahrhunderte lag Usbekistan im Zentrum jener Handelswege, die wir unter dem Namen Seidenstrasse zusammenfassen. Wechselnde Khanate und Emirate prägten die politische Landschaft entlang dieser Routen. Sayyid Mir Muhammad Alim Khan – oben in einer Aufnahme von 1911 – war der letzte Emir von Buchara. Mit der Eroberung Bucharas durch die Rote Armee endete 1920 die Geschichte des Emirats.
In Städten wie Samarkand, Buchara und Chiwa begegnen uns bis heute die Spuren persischer, türkischer, mongolischer und islamischer Kulturen. Monumentale Moscheen und Medresen, kunstvoll glasierte Kacheln, lebendige Basare und traditionelle Handwerksbetriebe zeugen vom Austausch entlang der Seidenstrasse.
Unsere Reise führt von der modernen Hauptstadt Taschkent in das Ferghanatal, weiter zu den grossen timuridischen Bauwerken von Samarkand und Schachrisabz sowie nach Buchara und Chiwa.
Einen besonderen Akzent setzt die internationale Kunstbiennale von Buchara, die historische Orte der Altstadt mit zeitgenössischer Kunst verbindet.




DETAILPROGRAMM
Tag 1: Ankunft in Taschkent
Nach der Ankunft am internationalen Flughafen von Taschkent werden wir von unserer deutschsprachigen Reiseleitung empfangen und zu unserem Hotel begleitet. Der verbleibende Tag steht zur Erholung und Akklimatisierung zur freien Verfügung. Es sind bewusst keine festen Programmpunkte vorgesehen. Übernachtung in Taschkent
Tag 2: Taschkent – zwischen islamischer Tradition und sowjetischer Moderne
Nach dem Frühstück beginnen wir unsere Entdeckung Usbekistans im historischen Zentrum von Taschkent. Beim Chorsu-Basar, einem der ältesten und grössten Märkte Zentralasiens, erleben wir das alltägliche Leben der Stadt. Unter der mächtigen Kuppel und in den umliegenden Marktgassen werden Gewürze, Früchte, Gemüse, Fladenbrot und kunsthandwerkliche Erzeugnisse angeboten.
Anschliessend besuchen wir den Hazrati-Imam-Komplex, das religiöse Zentrum der usbekischen Hauptstadt. In der Bibliothek wird der sogenannte Uthman-Koran aufbewahrt, eines der ältesten erhaltenen grossformatigen Koranmanuskripte. Der Überlieferung nach steht es mit dem dritten Kalifen Uthman ibn Affan in Verbindung.
Am Nachmittag lernen wir das moderne Taschkent kennen. Wir sehen den weitläufigen Unabhängigkeitsplatz und die Amir-Timur-Anlage mit dem monumentalen Reiterstandbild des Herrschers.
Eine Fahrt mit der Taschkenter Metro führt uns schliesslich in die unterirdische Architektur der sowjetischen Epoche. Stationen wie Kosmonavtlar und Alisher Navoiy wurden mit Marmor, Granit, Mosaiken und Keramik individuell gestaltet und wirken wie öffentliche Paläste unter der Erde.
Übernachtung in Taschkent
Tag 3: Taschkent – Margilan – Rischtan – Kokand. Seide und Keramik im Ferghanatal
Am Morgen fahren wir in das fruchtbare Ferghanatal, das von den Gebirgszügen des Tian Shan und des Alai umschlossen wird. Seit Jahrhunderten gehört die Region zu den bedeutendsten Zentren des zentralasiatischen Kunsthandwerks.
In Margilan besuchen wir eine traditionelle Seidenmanufaktur. Wir verfolgen die einzelnen Arbeitsschritte vom Abwickeln der Kokons über das Färben der Fäden bis zum Weben der kostbaren Stoffe. Besonders charakteristisch sind Atlas und Adras, deren leuchtende Muster mit der aufwendigen Ikat-Technik entstehen.
Danach fahren wir nach Rischtan, dem berühmtesten Keramikzentrum Usbekistans. Die Keramik ist für ihre intensiven Blau- und Türkistöne bekannt, die seit Jahrhunderten aus örtlichen Mineralien gewonnen werden. In der Werkstatt eines Keramikmeisters erhalten wir Einblick in die traditionelle Herstellung und versuchen uns im Rahmen einer kleinen Meisterklasse selbst an der Gestaltung eines Werkstücks.
Am Abend erreichen wir Kokand.
Übernachtung in Kokand
Tag 4: Kokand – Rückfahrt nach Taschkent
Kokand war vom 18. bis ins 19. Jahrhundert das politische und kulturelle Zentrum eines mächtigen Khanats. Das bedeutendste Zeugnis dieser Epoche ist der Palast des Khudayar Khan. Seine reich gegliederte Fassade mit farbigen Fliesen, geometrischen Ornamenten und kalligrafischen Inschriften vermittelt noch heute einen Eindruck von der einstigen Pracht der Residenz.
Wir besuchen ausserdem das Modari-Khan-Mausoleum und die nahe gelegene Nekropole Dakhma-i-Shahan, die Grablege der Herrscherfamilie von Kokand.
Anschliessend fahren wir über den landschaftlich eindrucksvollen Kamchik-Pass zurück nach Taschkent.
Übernachtung in Taschkent
Tag 5: Taschkent – Samarkand: Die Hauptstadt Timurs
Am Morgen reisen wir mit dem Hochgeschwindigkeitszug Afrosiyob nach Samarkand. Die Stadt gehörte über Jahrhunderte zu den wichtigsten Knotenpunkten der Seidenstrasse und wurde unter Timur und seinen Nachfolgern zu einem Zentrum von Wissenschaft, Architektur und Kunst.
Unser erster Besuch gilt dem Registan, dem berühmtesten Platz Zentralasiens. Drei monumentale Medresen bilden ein Ensemble von aussergewöhnlicher Geschlossenheit. Fassaden, Portale, Minarette und Kuppeln sind mit geometrischen Mustern, Pflanzenornamenten und Schriftbändern überzogen.
Danach besuchen wir das Gur-Emir-Mausoleum, die Grablege Timurs und mehrerer Mitglieder seiner Dynastie. Der Innenraum mit seiner vergoldeten Dekoration und die gerippte, türkisfarbene Kuppel wurden zum Vorbild zahlreicher späterer Herrschermausoleen.
Übernachtung in Samarkand
Tag 6: Samarkand – Kreuzweg der Kulturen
Wir beginnen den Tag bei der monumentalen Bibi-Khanum-Moschee, die Timur nach seinem Indienfeldzug errichten liess. Das Bauwerk sollte alle bisherigen Moscheen an Grösse und Pracht übertreffen und demonstriert den universalen Herrschaftsanspruch des Eroberers.
Ganz anders wirkt die nahe gelegene Nekropole Schah-i-Sinda. Entlang einer schmalen Gasse reihen sich Mausoleen aus mehreren Jahrhunderten aneinander. Ihre Fassaden zeigen die aussergewöhnliche Vielfalt timuridischer Kachelkunst: glasierte Ziegel, Majolika, Mosaiken und reliefierte Terrakotta.
Nach Möglichkeit besuchen wir auch das Observatorium des Ulugh Beg. Timurs Enkel war nicht nur Herrscher, sondern einer der bedeutendsten Astronomen des 15. Jahrhunderts. Die erhaltenen Teile seines gewaltigen Sextanten erinnern an Samarkands Rolle als Zentrum der Wissenschaften.
Am Nachmittag fahren wir zur Papiermanufaktur von Konigil. Hier wird nach traditionellen Verfahren aus der Rinde des Maulbeerbaums das widerstandsfähige Samarkand-Papier hergestellt, das einst in weiten Teilen der islamischen Welt geschätzt wurde. Übernachtung in Samarkand
Tag 7: Samarkand – Schachrisabs – Samarkand Auf den Spuren Timurs
Ein Tagesausflug führt uns nach Schachrisabs, der Geburtsstadt Timurs. Im Zentrum stehen die gewaltigen Ruinen des Ak-Saray-Palastes. Vom einstigen Herrscherpalast haben sich Teile des monumentalen Eingangsportals erhalten, dessen Mosaiken und Inschriften noch immer von Timurs Machtanspruch zeugen.
Wir sehen ausserdem die historischen Ensembles Dor-ut-Tilavat und Dor-us-Siadat mit Moscheen und Mausoleen aus der Zeit der Timuriden. Sie verdeutlichen die Bedeutung der Stadt als dynastischer Erinnerungs- und Begräbnisort.
Am Nachmittag Rückfahrt nach Samarkand.
Übernachtung in Samarkand
Tag 8: Samarkand – Buchara Die edle Stadt
Am Morgen reisen wir mit dem Zug weiter nach Buchara. Über mehr als zwei Jahrtausende war die Oasenstadt ein bedeutender Handelsplatz und später eines der wichtigsten religiösen und geistigen Zentren der islamischen Welt Zentralasiens.
Unser erster Rundgang beginnt am Labi-Hauz, einem von alten Maulbeerbäumen umgebenen Wasserbecken. Medresen, eine Chanaka und traditionelle Teehäuser bilden hier eines der stimmungsvollsten Ensembles der Altstadt.
Von dort spazieren wir durch die historischen Handelskuppeln. In den überdeckten Kreuzungen der ehemaligen Basarstrassen wurden Seidenstoffe, Gewürze, Schmuck, Teppiche und Bücher aus unterschiedlichen Regionen der Seidenstrasse gehandelt.
Übernachtung in Buchara
Tag 9: Buchara – Zentrum des Glaubens und der Gelehrsamkeit
Ein ganzer Tag ist der historischen Altstadt von Buchara gewidmet. Beim Poi-Kalon-Ensemble begegnen uns einige der bedeutendsten Bauwerke der Stadt: das mächtige Kalon-Minarett, die Kalon-Moschee und die Mir-i-Arab-Medrese.
Danach besuchen wir die Zitadelle Ark, die über viele Jahrhunderte als befestigte Residenz der Emire von Buchara diente. Innerhalb der Mauern befanden sich Paläste, Verwaltungsräume, Moscheen und Werkstätten.
Zu den ältesten erhaltenen Bauwerken Zentralasiens gehört das Samaniden-Mausoleum. Seine Architektur beruht fast vollständig auf kunstvoll gesetztem Backstein und bildet einen bewussten Gegenpol zur farbigen Kachelkunst späterer Jahrhunderte.
Am Nachmittag fahren wir zum ausserhalb der Altstadt gelegenen Sitorai-Mokhi-Khosa-Palast, der Sommerresidenz des letzten Emirs. In seiner Ausstattung verbinden sich zentralasiatische Handwerkstraditionen mit russischen und europäischen Einflüssen des frühen 20. Jahrhunderts.
Übernachtung in Buchara
Tag 10: Buchara – zeitgenössische Kunst in historischen Räumen
Der heutige Tag steht für den individuellen Besuch der internationalen Kunstbiennale von Buchara zur Verfügung. Historische Karawansereien, Medresen und weitere Gebäude der Altstadt werden dabei zu Ausstellungsorten für zeitgenössische Kunst.
Die Biennale schafft einen spannenden Dialog zwischen dem kulturellen Erbe Bucharas, dem lokalen Kunsthandwerk und internationalen künstlerischen Positionen. Dank des freien Tages können die Ausstellungen im eigenen Rhythmus besucht werden. Auch für weitere Entdeckungen in der Altstadt, einen Basarbummel oder eine Pause in einem der traditionellen Teehäuser bleibt genügend Zeit.
Übernachtung in Buchara
Tag 11: Buchara – Chiwa
Durch die Kysylkum-Wüste
Mit dem Zug fahren wir durch die weiten Landschaften der Kysylkum-Wüste in Richtung Amudarja und weiter nach Chiwa. Die Fahrt macht die grossen Distanzen erfahrbar, welche die Händler, Pilger und Reisenden der Seidenstrasse einst überwinden mussten.
Nach der Ankunft beziehen wir unser Hotel. Am Abend unternehmen wir einen ersten Spaziergang durch die beleuchtete Altstadt. Wenn die Tagesbesucher Chiwa verlassen haben und die Fassaden und Minarette im warmen Licht erscheinen, entfaltet die Festungsstadt eine besondere Atmosphäre.
Übernachtung in Chiwa
Tag 12: Chiwa – ein Tag in der Itchan-Kala
Der letzte volle Reisetag gehört der vollständig von Mauern umgebenen Altstadt Itchan-Kala. Moscheen, Medresen, Mausoleen, Paläste und traditionelle Wohnhäuser bilden ein aussergewöhnlich geschlossenes Stadtbild.
Wir sehen das unvollendete Minarett Kalta Minor, dessen breiter Turmschaft mit türkisfarbenen Kacheln überzogen ist. In der Juma-Moschee tragen mehr als zweihundert geschnitzte Holzsäulen das flache Dach und erzeugen einen beinahe geheimnisvollen Raumeindruck.
Im Tasch-Hauli-Palast, der Residenz der Khane von Chiwa, begegnen uns Innenhöfe, Empfangsräume und reich dekorierte Privatgemächer. Weitere Stationen sind die Kunya-Ark-Zitadelle, das Pahlavon-Mahmud-Mausoleum und das Ensemble um das schlanke Islam-Khoja-Minarett.
Am späten Nachmittag bleibt Zeit für eigene Entdeckungen und einen letzten Spaziergang durch die Gassen der Altstadt.
Übernachtung in Chiwa
Tag 13: Rückreise
Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen von Urgench. Rückflug über Taschkent oder Istanbul und Weiterreise in die Schweiz.
Eine Reise durch die grossen Oasenstädte der Seidenstrasse geht zu Ende.
Ein wichtiger Vorbehalt: Offiziell dokumentiert ist bislang die erste Biennale von Buchara vom 5. September bis 20. November 2025. Ein genauer Termin für eine Ausgabe 2027 ist derzeit nicht publiziert; Tag 10 sollte deshalb bis zur Bestätigung als „vorgesehener Biennale-Besuch“ bezeichnet werden.


