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Lombardia und Emilia Romagna: Pavia, Reggio Emilia, Parma, Cremona, Mantova 

Die bedeutendsten Kartausen besichtigen, den Gonzagas auf deren Hof begegnen, die grosse Kunst (fast) privat betrachten, Kulinarik geniessen und Kunstgespräche führen  

10. – 15. Oktober 2020 (6 Tage)

Die norditalienischen Regionen gehören mit der Vielzahl ihrer historischen Denkmäler, ihrer gastronomischen Traditionen und der geographischen Lage zu den blühendsten Gegenden Italiens. Hier herrschten im 15. und 16 Jh. die mächtigen Familien d‘Este, Visconti und Gonzaga, die sich die bedeutendsten Künstler und Architekten der Renaissance in Dienst stellten.

 

Auf einer Rundreise fernab der hektischen Metropolen, entdecken Sie die schönsten Kleinode. Im Städtchen Cremona, das durch die Familien Amati, Guarneri und Stradivari Weltruhm erlangte, erlernen Geigenbauer auch heute noch ihr Handwerk. Parma – elegant und aristokratisch – kann sich mit großen Künstlernamen schmücken: Correggio, Parmigianino, Paganini, Verdi, Toscanini. Die UNESCO Stadt Mantua ist ein Konzentrat von sehenswerten Kirchen und Palästen mit gut erhaltener Freskenmalerei, die uns die Machtanspräche der Herrscherfamilien eindrucksvoll überliefern. Ein weiteres Prachtstück der Baukunst ist die kostbar ausgestattete Kartause von Pavia (15. Jh.) südlich von Mailand, das wohl schönste Juwel Oberitaliens. Spätestens mit dem Besuch der Kartause von San Giuliano (ein Geheimtipp) wird uns die Bedeutung dieser sakralen Bauten klar. Ich lebte 4 Jahre in San Giuliano Milanese und hoffe dass die Küche immer noch so hervorragend geblieben ist. Es freut mich, Sie zusammen mit dem Kunsthistoriker Fabian Felder auf diese Reise einzuladen. Herzlich, Bo Kojich

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Kunsthistorische Begleitung während der Reise.

6 Reisetage, 5 Übernachtungen in 4****Hotels, Mahlzeiten mit Getränken,  

Stadtführungen durch: Pavia, Cremona, Reggio Emilia, Parma, und Mantova mit Besichtigung von den wichtigsten Bauten.  

Führung durch Kunstmuseen und Sammlungen (u.A. Parmigianinos Schiava Turca - aus der Nähe interpretieren lassen)

2 Vorträge von Fabian Felder, Kunsthistoriker. 

Besichtigung einer Parmigiano Reggiano DOP Manufaktur mit Degustation.

Besuch bei einem Geigenbauer in Cremona

Fahrt im komfortablem Reisebus ab/bis Basel

  CHF 2,180 p. Person im DZ   /  EZZ: CHF 240.-

                 Frühbuchungs-Ermässigung: 10% (gültig bis 30.Juli, 2019).

                                Buchungsschluss: 30. August, 2019 

               

               

REISEPROGRAMM:

TAG 1, Montag, 7. Oktober  PAVIA.

Abfahrt mit komfortablen Reisebus ab Basel SBB (07:00). Ankunft Pavia (12:00).Im Mittelalter gehörte Pavia zu den wichtigsten Städten Italiens. Im Jahr 1359 wurde es von der Familie Visconti, dem Herrscherhaus Mailands, erobert und wurde ein Zentrum der norditalienischen Kunst und Wissenschaft; 1361 wurde der erste Lehrstuhl an der Universität eingerichtet. Studenten der christlichen Länder Europas strömten nach Norditalien. Nach dem Mittagessen besichtigen wir die romanische Kirche San Pietro in Ciel d´Oro mit dem Grabmal der Heiligen Augustinus und den Dom mit der drittgrössten Kuppel Italiens. 

 

Danach besichtigen wir die majestätische Certosa di Pavia, eine Klosteranlage, die ursprünglich vom Kartäuserorden erbaut wurde. Die Anlage gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern Oberitaliens. Wegen der langen Dauer des Baus (1396-1549) eignet sich die Anlage hervorragend für eine kunsthistorische Betrachtung. Besonders wichtig ist die Renaissancefassade der Klosterkirche. Der Basler Kulturhistoriker Jacob Burkhardt urteilte in seinem Cicerone über sie: „Neben derjenigen des Domes von Orvieto ist sie das erste dekorative Prachtstück Italiens und der Welt ... Allein die unermeßliche Pracht und zum Teil der feine dekorative Geschmack, welche das Erdgeschoß beherrschen, haben ein in seiner Art unvergleichliches Ganzes hervorgebracht.“

 

Pavia ist auch als Hochburg handgemachter Schuhe bekannt. Weniger anspruchsvoll wird der Wahl beim gemeinsamen Nachtessen. Der Reis von Pavia ist weltbekannt und die Kreativität um den Risotto ist grenzenlos. Übernachtung in Pavia, 4**** Hotel.

 

TAG 2, CREMONA, REGGIO EMIGLIA

Wir reisen weiter dem Po entlang in den Süden bis Cremona. Diese romantische Stadt wurde durch die Geigenbauerfamilien Amati, Guarneri und Stradivari bekannt. Wir besichtigen einen traditionellen Geigenbauer und haben anschliessend eine Führung durch das Violinenmuseum. Architektonisch bietet Cremona vor allem mit dem Dom mit seinem Baptisterium wundervolle Momente. Die romanische Kirche weist auch Elemente der Gotik, der Renaissance und des Barocks auf. Cremona ist auch ein kulinarischer Geheimtipp. Ein guter Grund, unsere Mittagspause in diesem Städtchen zu verbringen.

 

Am Nachmittag erreichen wir Reggio Emiglia, wo wir die nächsten vier Nächte im historischen Zentrum loggieren, während wir der Kultur, der Landschaft und der Gastronomie der Emilia Romagna begegnen. Diese kleine Stadt, mit hervorragenden Restaurants, versteckten, gemütlichen Piazze und einem langsamen Leben abseits den Touristenströmen, heisst uns willkommen.

 

TAG 3,

REGGIO EMILIA, CANOSSA. PARMIGGANO, ACCETO BALSAMICO IN MODENA.

 

Erkundung von Geheimnissen von Reggio Emilia steht heute auf dem Programm. Wir beginnen den Tag mit einem Kunstgespräch. Fabian Felder erzählt vom Mittelalter in Nord-Italien, dem Investiturstreit und der Frage, wer denn nun stärker war: Der Papst oder der Kaiser? Anschliessend fahren wir zu einem Kristallisationspunkt der Konfrontation von Kaiser und Papst im Mittelalter: nach Canossa. Hier trat im Januar 1077 König Heinrich IV. auf Papst Gregor VII. entgegen, um die Lösung seiner Exkommunikation zu erreichen. Anschliessend besuchen wir einen Hersteller von Parmigiano (Regiano) mit Degustation. Modena liegt 30 Minuten von Reggio entfernt. Auf unsere Reise begeben wir uns auf die Spuren von grossen norditalienischen Dynastien. Aus diesem Grund besuchen wir die exquisite Sammlung der Galleria Estiense. In den grosszügigen Galerieräumen, mit dem Privileg der Zeit und der Ruhe vor Touristen, lassen wir uns im wenig bekanntem Museum, anhand von zwei Meisterportraits (Velasquez und Bernini) von Franceco I. d´Este, dem Herzog von Mantova, die Geschichte dieser Dynastie erklären. Einer anderen Persönlichkeit aus dem Hause d‘Este - die erste Dame der Renaissance, Isabella d´Este - begegnen wir bald in Mantova (siehe Tag 5). Neben diesen Werken betrachten wir auch einen jungen Tintoretto (Daphne und Apolo) und diskutieren das Motiv von Daphne und Apolo von Ovid, Antonio del Pollaiolo, Bernini bis Klimt.

 

TAG 4, PARMA – DIE KATHEDRALE UND EIN GENIALER COREGGIO. DIE FILIGRANEN HÄNDE VON PARMIGIANINO.

 

Ein Grund Parma zu besichtigen ist die Kuppel des Domes Santa Maria Assunta mit den Fresken von Coreggio. Seine Darstellung der Himmelfahrt Mariens nutzt die von Melozzo da Forli übernommene Technik der perspektivischen Verkürzung so wirkungsvoll, dass sie als Vorbild für spätere Werke des Barocks gilt. Der Künstlersohn von Parma ist Parmigianino, dessen mystische Eleganz wir in der Galleria Nazionale di Parma bewundern können. Als Beispiel sei hier das Bild der Türkischen Sklavin (1532-1534) genannt. Wir bauen genug Zeit für ein langes Mittagessen in Parma ein und schlendern am Nachmittag durch die Stadt.

 

Übernachtung in Reggio Emilia

 

TAG 5, DIE GONZAGAS. SABBIONETA UND MANTOVA.

Heute erzählen wir Ihnen die Geschichte der Familie Gonzaga und Isabella d´Estes, die über 30 Jahren in Mantova regierte. Unter Zeitgenossen galt sie als „La prima donna del mondo“. Wir besichtigen den Palazzo Ducale, wo die Gonzagas residierten und studieren diese Zeit anhand von Fresken von Andrea Mantegna. Mit dem Sohn Isabellas - Frederico II. Gonzaga - zieht der verspielte Manierismus in den Sommerpalast ein, was wir anhand von Werken Giulio Romanos heute noch immer gut nachvollziehen können.

 

Auf unserer Rückfahrt nach Reggio kehren wir noch im Städtchen Sabbioneta ein. Es ist ein weiteres, bei Touristen beinahe unbekanntes Juwel auf unserer Reise. Kaum 5,000 Seelen bewohnen Sabbioneta. Deswegen ist diese durch UNESCO geschützte Stadt so überschaubar und seine Struktur (im Dienste Gonzagas gebaut), die eine gut erhaltene, sechseckige Stadtmauer umrandet, schnell nachvollziehbar. Man wird den Eindruck kaum vermeiden können, als stünde vor uns eine lebendige Miniatur aus dem blühenden 16 Jh.

 

Nachtessen und Übernachtung in Reggio-Emiglia  

 

TAG 6, Samstag, 12. Oktober, CERTOSA DI SAN GIULIANO (MI), BASEL.

Nach dem Check-out fahren wir zurück nach Basel, halten aber in San Giulliano Milanese an. Das wunderschöne, im 12. Jh. gegründete Klöster, hat wegen dem gut erhaltenen gotischen Turm sowie der Fresken aus der Giotto-Schule eine grosse kunsthistorische Relevanz. Heute beten und arbeiten in der Kartause Benediktinermönche. Zur zeit des Schreibens dieses Textes haben wir noch keine Bestätigung bekommen, dass wir auf unserer Fahrt im Kloster Mittagessen können. Wir bleiben dran und halten die Daumen gedrückt!