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  • Kojich & Felder Reisen zur Kunst

Eine Postkarte aus Neapel

Aktualisiert: 24. März



Anflug auf Neapel: der Vesuv "auf Augenhöhe". Anschließend Panoramafahrt über den Golf von Neapel und Mittagessen in Posilippo. Unterhalb des Restaurants La Ragniella bietet sich ein herrlicher Blick auf den Golf von Neapel.



Wir lassen uns kulinarisch verwöhnen und haben den Regen in der Schweiz längst vergessen.



Am späteren Nachmittag sind wir am Maschio Angioino angekommen, dem Schauplatz der Machtspiele am Golf. Fast alle großen europäischen Herrscherhäuser haben in Neapel ihre Spuren hinterlassen. Die mächtige Burg war vom 13. bis zum 17. Jahrhundert Sitz der Anjou und der Krone von Aragon.



Ganz in der Nähe liegt die Piazza del Plebiscitio, der größte Platz Neapels. Joachim Murat, der Schwager von Kaiser Napoleon Bonaparte, ließ den Platz anlegen. Murat war von 1808 bis 1815 König von Neapel.



Heute Abend wird getanzt und gelacht. Die bewegte Geschichte Neapels scheint hier niemanden sonderlich zu interessieren.



An der Piazza del Plebiscito befindet sich das traditionelle Kaffeehaus Neapels. Hier kann man den Tag mit einem Cappuccino am Tresen beginnen. Es wird die Zeit, Napoli weiter zu entdecken.



Obwohl die Kirche San Giovanni a Carbonara eine der bedeutendsten Kirchen der Region ist, wird sie von den Besuchern der Stadt Neapel nur selten besichtigt. Am Ende des Hauptschiffes der Kirche befindet sich das monumentale, 14 Meter hohe Mausoleum von Ladislaus I. von Neapel, Sohn von Karl III., König von Neapel von 1387 bis 1414, das von Johanna II. aus dem Hause Anjou errichtet wurde. In der gleichen Kirche kann man eine Kreuzigung von Vasari bewundern.



Michelangelo Merisi da Caravaggio kam am 6. Oktober 1606 nach Neapel. Auf der Flucht vor der Todesstrafe in Rom wurde er von der neapolitanischen Kulturszene freundlich aufgenommen und blieb mit Unterbrechungen bis 1610. In Neapel hinterließ er drei (überlebende) Meisterwerke. Eines davon hat vor kurzem einen wunderbaren Ausstellungsort gefunden. Im Chor der Kirche Donnaregina Vechia (14. Jh.)




Draußen spielt ein Junge Fußball. Er träumt davon, ein neuer Maradona zu werden.




In den 90er Jahren geschah ein Wunder. Der Fußballclub Napoli gewann mit Diego Maradona den Scudetto, die italienische Meisterschaft. Die Süditaliener glauben gerne an Wunder. Und nehmen sie ernst. So hofft man alljährlich im Dom von Neapel, dass sich das Blut des Stadtpatrons San Gennaro verflüssigt. Nach dem Volksglauben geschieht das Blutwunder nur, wenn Neapel eine glückliche Zukunft bevorsteht. Der Brauch bringt seit Jahrhunderten Geld in den Dom von Neapel, vor allem die Kapelle des Heiligen ist besonders reich ausgestattet.



Der Bau der wichtigsten Kirche Neapels dauerte während der Regentschaft dreier Könige von Neapel (zwischen dem XVIII. und XIV. Jahrhundert): König Karl I. von Anjou, Karl II. von Anjou (1285-1309) und schließlich König Robert der Weise.



Wir folgen der Sonne durch Neapel und beenden das Programm im berühmten Maiolica-Kreuzgang des Klosters der Basilika Santa Chiara. Eine Augenweide zu jeder Zeit!




Den Tag 2 der "Machtspiele am Golf von Neapel" lassen wir friedlich im La Lazarra, einer wunderbaren Trattoria in der Nähe des Hotels, ausklingen.



 

Sonntag, der dritte Tag unserer Reise. Wir fahren weiter nach Süden und zurück in die Geschichte. Etwa 35 km südlich von Salerno liegt Paestum, eine griechische Kolonie. Wir besichtigen die Tempel aus dem 6. und 5. Jh. v. Chr. Besonders beeindruckend ist der archaische Hera-Tempel (um 540 v. Chr.), einer der größten griechischen Steintempel überhaupt.





Auf der Rückfahrt nach Neapel begleitet uns der Vesuv. Der Vulkan schweigt an diesem ruhigen Sonntagnachmittag. Das war in der Geschichte Neapels oft nicht der Fall, und ein Dichterzitat kommt einem in den Sinn: "Der riesige alte Mann, immer wachsam, erleuchtete den Himmel mit seinem feurigen Atem".



Heute Abend tauchen wir noch einmal in die Antike ein. Im imposanten Teatro San Carlo hören wir die Oper Norma von Vincenzo Bellini. Ein großartiges Erlebnis, um unsere Reise abzurunden! ... Und sich vor der schönen Stadt am Golf zu verbeugen.



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